ÖPNV in Berlin

Öffentlicher Nahverkehr im Großraum Berlin

Anleitung aus der Sicht eines Zugereisten

Im Großraum Berlin gibt es 3 Tarifbereiche ⇒ ¦ A ¦ B ¦ C ¦ 
⇒ siehe Karte

    • Tarifbereich A umfasst den Berliner Innenstadtbereich innerhalb des S-Bahn-Rings.
      ⇒ Die Ringbahn selbst gehört noch zum Tarifbereich A
    • Tarifbereich B befindet sich außerhalb des S-Bahn-Rings, aber noch innerhalb der Berliner Stadtgrenze.
    • Im Tarifbereich C befinden sich alle Stationen und Haltestellen außerhalb der Berliner Stadtgrenze, also bereits im Bundesland Brandenburg (ca. 15 km um das Land Berlin), einschließlich der Stadt Potsdam.
      ⇒ z.B. Teltow, Blankenfelde, Hennigsdorf, Birkenwerder, Bernau, Oranienburg, Straußberg, Flughafen BER, Königs Wusterhausen, Erkner, Werder, etc.
  • Tickets gelten in allen ÖPNV-Verkehrsmitteln  (S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus und Regionalbahnen), egal bei wem das Ticket gekauft wurde
    ⇒ z.B. am S- oder U-Bahn-Automaten, beim Busfahrer, bei einer BVG- oder S-Bahn-Verkaufsstelle etc.
    ⇒
    Der Fernverkehr (z.B. IC, ICE, Flixtrain) gehört nicht zum ÖPNV. Hier gelten die Tickets nicht.
  • Beim Kauf der Tickets am Automaten kann kein Fahrziel (Haltestelle oder Haltestation) ausgewählt werden.
    Es müssen die zu durchfahrenden Tarifbereiche gewählt werden. ⇒ Wer nur in einem Tarifbereich bleibt, muss sich trotzdem für ein Ticket für mindestens zwei Tarifbereiche entscheiden (Es gibt keine Tickets für nur einen Tarifbereich)

  • Je nach Standort und Fahrziel muss eines der 2 Tarifbereich-Tickets ausgewählt werden:
    • AB

    • ABC 

    • Tipp ⇒ In den meisten Fällen ist Ticket AB ausreichend (komplettes Berliner Stadtgebiet, ohne Brandenburger Umland).
    • ⇒ Achtung: Flughafen BER liegt im Tarifbereich C (Ticket AB ist hier nicht gültig)

  • Einige Bahnstationen im Tarifbereich C sind nur mit Regionalbahnen erreichbar.
    ⇒ z.B. Werneuchen, Rangsdorf, Ludwigsfelde, Werder, etc.
  • Die gekauften Tickets müssen vor oder bei Fahrantritt entwertet werden (näheres siehe einzelne Verkehrsmittel). ⇒ ACHTUNG: Nicht entwertete Tickets sind ungültig und erfüllen den Tatbestand "Beförderungserschleichung" (= "Schwarzfahren" ⇒ 60 €)
  • Der Einzelfahrschein gilt ab Entwertung für zwei Stunden und darf nicht für die Rückfahrt genutzt werden.
    • ⇒ nicht in Richtung der Abfahrtstation fahren.
    • ⇒ beliebige Unterbrechungen innerhalb der 2 Stunden möglich.
    • ⇒ Wechsel des Verkehrsmittels sind zulässig.

  • Preisvorteil bei der 4-Fahrten-Karte.
    • es werden 4 Einzelfahrscheine ausgegeben, die auch von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden können ⇒ für jede Person entwerten

  • Die 24-Stunden-Karte ist gültig für 24 Stunden ab Entwertung. 
    • Tipp 1 ⇒ Wer innerhalb 24 Stunden mindestens 3 Einzelfahrscheine (bei der 4-Fahrten-Karte mindestens 4) benötigt, fährt mit der 24-Stunden-Karte günstiger.
    • Tipp 2 ⇒ Eine 24-Stunden-Karte Kleingruppe (max. 5 Personen) ist billiger als 3 einzelne 24-Stunden-Karten.

  • Für kurze Entfernungen, egal in welchem Tarifbereich, gibt es das preisgünstige Kurzstrecken-Ticket.
    • In S-Bahn und U-Bahn kann damit bis zur dritten Station gefahren werden (Umsteigen erlaubt)
    • In Tram und Bus bis zur sechsten Station (Umsteigen nicht erlaubt)
    • Gezählt werden die auf der Strecke vorhandenen Stationen (Haltestellen). Egal, ob gehalten wird oder nicht.
    • Das Kurzstrecken-Ticket gilt nicht in Regionalbahnen.
  • Kinder unter 6 Jahren können generell unentgeltlich mitgenommen werden.
  • Kinder von 6 bis einschließlich 14 Jahren erhalten ermäßigte Tickets ⇒ beim Kauf "Ermäßigt" auswählen
  • Für mitgeführte Hunde muss ein Ticket "Ermäßigt" gelöst werden ⇒ausgenommen 24-Stunden-Tickets
  • Fahrpreise
Betreiber: DB (Deutsche Bahn AG)
  • Liniennetzplan
  • Die Tickets müssen vor dem Einsteigen in die S-Bahn an einem Entwerter auf dem Bahnsteig entwertet werden.
    ⇒ im S-Bahnzug selbst gibt es keine Entwerter und keine Ticketautomaten.

    Warnung:
    Auch die Onlinebuchung mit dem Handy, nur Sekundenbruchteile nach dem Einsteigen, wird als Schwarzfahren geahndet. Z.B. wenn die S-Bahn gerade eingefahren ist und auf dem Bahnsteig keine Zeit mehr zur Buchung war.


  • Auf jedem S-Bahnhof gibt es mindestens einen Ticketautomaten an dem sämtliche Tickets gekauft werden können. 
    ⇒ Es werden Münzen, Geldscheine und Girocard (auch kontaktlos) akzeptiert.

  • Die S-Bahn hält an allen Stationen ohne Anforderung.
    ⇒ b
    ei der Linie S3 fahren vereinzelt Express-Züge, die nicht an allen Stationen halten.
  • In der S-Bahn können auch Fahrräder mitgeführt werden.
    ⇒ Rad-Ticket erforderlich (Klappräder sind im geklappten Zustand frei)
Betreiber: BVG (Berliner Verkehrsbetriebe)
  • Liniennetzplan
  • Die Tickets müssen vor dem Einsteigen in die U-Bahn an einem Entwerter auf dem Bahnsteig entwertet werden.
    ⇒ im U-Bahnzug selbst gibt es
    keine Entwerter und keine Ticketautomaten.

    Warnung:
    Auch die Onlinebuchung mit dem Handy, nur Sekundenbruchteile nach dem Einsteigen, wird als Schwarzfahren geahndet. Z.B. wenn die U-Bahn gerade eingefahren ist und auf dem Bahnsteig keine Zeit mehr zur Buchung war.


  • Auf jedem U-Bahnhof gibt es mindestens einen Ticketautomaten an dem sämtliche Tickets gekauft werden können.
    ⇒ Es werden Münzen, Geldscheine und Girocard (auch kontaktlos) akzeptiert.
  • Die U-Bahn hält an allen Stationen ohne Anforderung
  • In der U-Bahn können auch Fahrräder mitgeführt werden.
    ⇒ Rad-Ticket erforderlich (Klappräder sind im geklappten Zustand frei).
Betreiber: BVG (Berliner Verkehrsbetriebe)
  • An den Tramhaltestellen gibt es keine Ticketautomaten und keine Entwerter.
  • Jede Tram hat einen Ticketautomaten an dem allerdings nur Einzeltickets, Tagestickets und Kurzstreckentickets gekauft werden können. Die Tickets sind automatisch entwertet.
    ⇒ Kauf auf Vorrat nicht möglich.
  • Die Ticketautomaten akzeptieren nur Münzgeld.
    (Seit Mai 2020 werden in einigen Straßenbahnen bargeldlose Ticket-Automaten getestet)
  • In jeder Tram gibt es mindestens einen Entwerter, an dem mitgebrachte Tickets ggf. entwertet werden können.
  • Zum Aussteigen hält die Tram an den Haltestellen nur nach Anforderung mit dem STOP-Knopf.
  • In der Tram können auch Fahrräder mitgeführt werden.
    ⇒ Rad-Ticket erforderlich (Klappräder sind im geklappten Zustand frei).

♦ Ausflugstipp ab S-Bahnhof Rahnsdorf (S3):   

Tram in Woltersdorf

Die Woltersdorfer Straßenbahn verbindet mit der Tram 87 den S-Bahnhof Rahnsdorf (S3) über 5,6 km mit Woltersdorf (Schleuse).
• Die Tram fährt überwiegend im Tarifbereich C.
• Die Strecke führt durch den landschaftlich reizvollen Köpenicker Forst und die Gemeinde Woltersdorf bis zur Woltersdorfer Schleuse.
• Unmittelbar an der Zielhaltestelle ist die Konditorei Café Knappe empfehlenswert.


♦ Ausflugstipp ab S-Bahnhof Friedrichshagen (S3):
Seit 1910 verbindet die Schöneicher-Rüdersdorfer Straßenbahn GmbH mit der Tram 88 den S-Bahnhof Friedrichshagen (S3) über 14 km mit Schöneiche und Alt-Rüdersdorf.
⇒ Die Tram fährt überwiegend im Tarifbereich C.

Betreiber: BVG (Berliner Verkehrsbetriebe)
  • An den Bushaltestellen und im Bus gibt es keine Ticketautomaten.
  • Beim Busfahrer können Tickets (Einzeltickets, Tagestickets und Kurzstreckentickets) ausschließlich bargeldlos (z.B. mit Giro- und Kreditkarten) gekauft werden. Diese gekauften Tickets sind automatisch entwertet.
  • Wer über ein gültiges Ticket verfügt, darf auch hinten in den Bus einsteigen. Mitgebrachte Tickets können, falls noch nicht erledigt, am Entwerter im Bus entwertet werden.
  • Zum Aussteigen hält der Bus nur nach Anforderung mit dem STOP-Knopf.
  • In den Bussen dürfen keine Fahrräder mitgeführt werden. (Im SEV eingeschränkt möglich)
Betreiber: ODEG (Ostdeutsche Eisenbahn GmbH), DB (Deutsche Bahn AG), NEB (Niederbarnimer Eisenbahn AG)
  • Liniennetzplan
  • Die Tickets müssen vor dem Einsteigen in den Zug an einem Entwerter auf dem Bahnsteig entwertet werden.
    ⇒ in den Regionalbahnen gibt es keine Entwerter und keine Ticketautomaten.
  • Auf jedem Bahnhof gibt es mindestens einen Ticketautomaten an dem sämtliche Tickets gekauft werden können.
    ⇒ Es werden Münzen, Geldscheine und Girocard akzeptiert.

  • Ist der Ticketkauf am Automaten vor der Fahrt nicht möglich (z.B. wegen Defekt), muss man sich umgehend und unaufgefordert an das Zugpersonal wenden.
  • Regionalbahnen halten auf der Strecke nur an Regionalbahnhöfen.
  • Kurzstreckentickets sind in den Regionalbahnen nicht gültig.
  • In den Regionalbahnen können auch Fahrräder mitgeführt werden.
    ⇒ Rad-Ticket erforderlich (Klappräder sind im geklappten Zustand frei).
  • Im öffentlichen Regionalverkehr fahren in den Bereichen ABC neben der DB noch die Bahnen von NEB und ODEG.
    ⇒ Auch hier gelten die Tickets der Tarifbereiche ABC.

Angaben ohne Gewähr